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Der Einsatz von Trümmersuchhunden ist die effektivste Möglichkeit, nach Erdbeben, Erdrutschen, Flugzeugabstürzen oder Explosionen verschüttete Menschen unter Trümmern zu orten. Die Hunde müssen sich dabei auf und in eingestürzten Gebäuden bzw. Trümmerfeldern bewegen, sich allein zurechtfinden und völlig selbstständig nach verschütteten Opfern suchen - oftmals in Bereichen, die für menschliche Retter unerreichbar sind. Ihre Ausbildungszeit dauert in der Regel 2 bis 4 Jahre.

Ein Suchhund lässt sich bei der Sucharbeit weder von fremden Gerüchen, Rauch und Lärm noch durch Geräte der Rettungsmannschaften von seiner Aufgabe ablenken und arbeitet selbstständig. Er reagiert empfindlicher auf Gerüche als jedes technische Gerät und eignet sich für Rettungsaktionen in unwegsamem Gelände besonders gut, weil er leichter ist als ein Mensch und so auch in einsturzgefährdeten Bereichen suchen kann.

Der Trümmerhund zeigt dem Hundeführer durch Bellen die Stelle an, wo die Rettungsmannschaften mit der Bergung der verschütteten Person beginnen sollen. Meist wird ein zweiter Hund nachgeschickt, um die Anzeige des ersten Hundes zu bestätigen. Ein Trümmerhund hat gelernt, mit Gefahrenquellen wie Feuer, Qualm, nachrutschenden und wackeligen Trümmern, Glasscherben etc. umzugehen, obwohl er solche Situationen von seiner Natur her meiden würde. Andere Gefahren - wie Stromkabel, Gas, ätzende Stoffe etc. - kann er aber nicht erkennen. Oftmals wird vom Hund gefordert, Gefahrengebiete abzusuchen, die wegen akuter Einsturzgefahr von Menschen nicht betreten werden dürfen, zum Teil über Leitern oder Hubkörbe in oberen Stockwerden oder zwischen Trümmerschichten. Daher ist auch die Verantwortung des Hundeführers seinem Hund gegenüber besonders groß.
(entnommen aus: Informationablätter - Rettungshundearbeit www.iemt.at)

Aktualisiert (Montag, den 04. Mai 2015 um 10:32 Uhr)